Gebt eure Visitenkarte jemandem, irgendeinem!

15. Februar 2013 von Werner Großhübner-Wels

Ich habe neulich ein paar Absätze in einem “For Dummies”-Buch gelesen und dort wurde ein Aspekt der menschlichen Psychologie angesprochen, den in ich ehrlich gesagt noch nie im Zusammenhang mit Visitenkarten in Betracht gezogen hatte.

Es ist die Erkenntnis, dass die meisten Leute zugreifen, wenn man Ihnen etwas reicht – egal was es ist – solange sie die Hände nicht ohnehin voll haben.

Denkt darüber mal ein wenig nach. Wann war das letzte Mal, das euch jemand etwas gereicht hat und ihr NICHT eure Hand ausgestreckt und es akzeptiert habt?

Es ist ein Automatismus. Normalerweise denkt man noch nicht einmal darüber nach, ob man überhaupt haben WILL, was einem die andere Person gibt, oder? Tausende von Zustellern juristischer Dokumente (die Art, die eure Anwesenheit bei Gericht verlangen) leben zum Beispiel in den USA von dieser menschlichen Tendenz.

Ihr könnt es euch also auch zunutze machen, indem Ihr eine Visitenkarte parat habt, die ihr jemandem innerhalb eines Augenblicks übergeben könnt. Wenn ihr erst in eurer Handtasche wühlen oder noch mal schnell raus zum Auto laufen müsst, um euren Aktenkoffer nach eurem Visitenkartenetui zu durchforsten – dann hat die Person viel Zeit um noch einmal darüber nachzudenken.

Ihr möchtet aber von diesem Reflex Gebrauch machen – wenn ihr jemandem eure Visitenkarte in die Hand drückt, wird er oder sie sie wahrscheinlich nehmen.

Demnächst – wie ihr den Vorteil noch besser nutzt, indem ihr eine interessante oder zum Gespräch anregende Karte gestaltet.

Visitenkartentipp : Manchmal ist Farbe einfach GROSSARTIG!

13. Dezember 2012 von Werner Großhübner-Wels

Manchmal ist beim Erstellen eines Designs für die perfekte Visitenkarte ein einfaches einfarbiges Farbschema atemberaubend schön. Manchmal ist das genau das perfekte Understatement, welches das Geschäft in den Vordergrund rückt, nicht das Design der Visitenkarte.

Ein anderes Mal kann es passieren, dass eure Karte geradezu nach einem kleinen Farbspritzer verlangt und die Farben ganz besonders liebt. Und diejenigen, die die Karte bekommen, lieben im Gegenzug dafür auch euch, eben gerade wegen der verwendeten Farben.

Die Visitenkarte die uns neulich vor die Augen kam, gehört einer Firma in Großbritannien, die unter anderem Webdesign anbietet. Einer der Inhaber ist Jon Hicks.

Seine Visitenkarte, obwohl insgesamt schlicht, legt die Betonung voll auf die Farben. Und deshalb legen wir unsere Betonung heute voll auf seine Karten.

Auf der Vorderseite der Karte steht lediglich der Text „ We (heart) Trees“ zusammen mit einem wunderschönen Foto eines Baums und einigen exzellenten regenbogenfarbenen Designelementen im Hintergrund. Wenn man die Karte dann dreht, setzt sich das Regenbogen-Design fort und man bekommt einige kurze Informationen wer genau er ist, was er tut und wie er dabei vorgeht. Kurzgefasst:…. Genial!

Das Motiv als solches ist so schön, dass wir uns das auch als gedruckte Postkarte sehr gut vorstellen könnten. (Man könnte sie z.B ähnlich wie einen Flyer einsetzen und auf der Rückseite zum Beispiel noch genauer ins Detail gehen, welcher Service zu welchem Preis zu haben wäre oder ähnlich interessante Informationen unterbringen.)

Wie gesagt, manchmal kann es für euch genau der falsche Weg sein, eine Visitenkarte möglichst einfach, minimalistisch und mit wenigen Farben gestalten zu wollen. Wenn ihr also das nächste Mal Karten braucht, surft bei Overnightprints (entspr. Link zur hp) vorbei und statt besonders schlicht zu bleiben, greift mit beiden Händen in die Farbpalette und verpasst der Vorlage für eure neue Karte Farbtupfer wo immer sie hinpassen.

Angesichts der Tatsache, dass viele populäre Designs immer stärker in Richtung monochromatisch tendieren, können wir doch alle ein bisschen Farbe in unserem Leben gebrauchen, oder nicht?

Interaktive Visitenkarten : Gleiche Information, doppelt so viel Spaß

28. November 2012 von Werner Großhübner-Wels

Wenn es um erinnerungswürdige Visitenkarten geht und ihr mal auf die Geschichte aller Karten zurückblickt, die ihr je erhalten habt, dann werdet ihr mir sicher zustimmen, dass diejenigen die ein wenig, nunja, interaktiver sind, einem besser im Gedächtnis bleiben.

Es ist dabei egal, ob die Interaktivität sich nur darauf bezog, dass man etwas abreißen, darauf schreiben, etwas auf der Karte hin und her bewegen konnte oder sonst etwas.

Die Möglichkeit der Interaktion mit einer Visitenkarte bedeutet, dass derjenige der sie hält, sie auch gern weiter in der Hand behalten möchte und sie anderen zeigen möchte, die sie dann ebenfalls halten möchten.

Deshalb habe ich heute für euch eine der kreativsten und einfachsten Formen einer interaktiven Visitenkarte aufgestöbert. Es ist die die Karte eines Hairstylisten oder eines Salons und das geniale an der Karte ist, dass sie einen einlädt mit einer Schere dem Cartoonkopf auf der Karte jeden Haarschnitt zu verpassen, der einem in den Sinn kommt. Genial. Einfach absolut genial.

Was für ein Weg, Werbung für sein Geschäft zu machen. Man lässt die Leute MIT der eigenen Visitenkarte kreativ werden und das alles sogar ohne dass sie eure eigentlichen Informationen entfernen oder zerstören.

Was noch besser ist: wenn ihr mit dem Zurechtschneiden fertig seid, wirkt die Karte noch kreativer, denn es ist eine mit echt individueller Form, nicht mehr die rechteckige Karte mit der ihr angefangen habt!

Und am allerbesten ist, dass ihr so eine Karte mit Overnightprints gestalten könnt. Wenn ihr euer Design genau in dieser Form hochladet könnt ihr genauso eine interaktive Visitenkarte gestalten die nur auf einen Zuschnitt wartet, ohne auf die günstigen Preise und die erstklassige Qualität verzichten zu müssen.

Worauf wartet ihr also? Nix wie hin und gestaltet eure eigene Karte noch heute.

Visitenkarten organisieren – Physische Unterbringung

25. Oktober 2012 von Werner Großhübner-Wels

Sobald ihr entschieden habt, welche Visitenkarten ihr behalten wollt, wo bringt ihr sie unter? Welches System solltet ihr verwenden?

Als erstes solltet ihr festlegen:

  • wie transportabel soll das System sein
  • wollt ihr eine Masterablage und/ oder mehrere kleine Ablagen
  • wieviel Zeit wollt und könnt ihr mit der Eingabe von Daten bzw. dem Sortieren von Karten verbringen


Optionen zur Unterbringung von Visitenkarten

Für die Unterbringung richtiger, in-die-Hand-nehmbarer Visitenkarten sind eure primären Optionen Kisten, Aktenordner, Rollkarteien (Rolodex etc.) und Hefter, Notizbücher und Planer.

Kisten:

Ob man nun einen alten Schuhkarton oder eine Karteikiste mit alphabetischem Register nutzt, die Unterbringung von Visitenkarten in Kisten ist eine bei vielen Leuten populäre Lösung.

VORTEILE:

Es ist einfach neue Karten hinzuzufügen, alte zu entsorgen oder einzelne Karten (oder ganze Kategorien) zu sortieren. Kisten kosten wenig Geld, es ist kein Problem weitere Kisten hinzuzufügen und das System ist ohne Lernprozess nutzbar. Mehrere Leute im Büro können leicht auf die Karten zugreifen und sich austauschen. Karten mit ungewöhnlichen Maßen und Formen können ohne großen Aufwand einsortiert werden.

NACHTEILE:

Karteikisten können unhandlich groß sein und sind sicher nicht so leicht transportabel wie andere Optionen und vielleicht sehen sie auch nicht so schick aus. Außerdem bieten sie nicht die Bequemlichkeiten mancher der elektronischen Optionen.

Aktenordner:

Obwohl sie eigentlich nicht für diese Verwendung gedacht sind, kann man sie natürlich zur Aufbewahrung und Organisation von Karten verwenden.

VORTEILE:

Aktenordner sind preisgünstig und problemlos erhältlich. Es ist leicht, Karten zu kategorisieren, zu sortieren oder zu entsorgen. Karten mit ungewöhnlichem Maßen oder Formen werden wahrscheinlich hineinpassen. Man kann auch kleinere Aktenordner kaufen (wie die für Kontoauszüge u.ä.).

NACHTEILE:

Sie können unhandlich sein, sie verschwenden möglicherweise Stauraum für größere Papiere und es könnte schwierig sein ein einzelne Karte zu finden.

Rollkarteisysteme

Mit solchen Systemen werden die Karten selbst in ein Desktopsystem mit unterschiedlicher Größe und Form wie z.B. offene Rollkarteien, abgedeckte Kartei, Mini-Kartei, transportable Systeme und so weiter. Manche Karten haben direkt einen entsprechenden Schlitz am unteren Ende der dann in die Führung passt, andere Systeme verwenden Hüllen oder Einschübe in die man die Karte einführt.

VORTEILE:

Es ist einfach Karten zu sortieren, hinzuzufügen oder zu enfernen und Kategorien zu erstellen. Alphabetische Sortierung und Kategorisierung sind einfach. Die Kartensysteme selbst sind meist attraktiv gestaltet und den meisten Büroangestellten bekannt. Karten können auch nicht so einfach herausfallen, da sie mit der Schiene verankert sind.

NACHTEILE:

Diese System sind meist nicht dafür gedacht transportabel zu sein. Die speziellen Kärtchen können zwischen den Systemen nicht oder nur beschränkt getauscht werden und große, ungewöhnlich geformte oder im Hochformat gedruckte Karten können meist nur schwer abgelegt werden.

Notizbücher, Hefter, Planer

Diese Systeme erlauben es, Karten in die Seiten eines Buches/Hefters einzufügen und funktionieren wie ein Fotoalbum mit Taschen in Visitenkartengröße. Die Plastikhüllen mit den Visitenkartentaschen könne unterschiedliche Mengen an Karten aufnehmen und passen in Notizbücher, Hefter oder Planer verschiedenster Größe.

VORTEILE:

Sie sind preisgünstig, können einfach erweitert werden, indem man weitere Hüllen hinzufügt und sind transportabler als Kisten oder Rollkarteisysteme. Man kann den “Look” auch leicht auf andere Accessiores wie zum Beispiel die Aktentasche anpassen.

NACHTEILE:

Wenn es euch auf strikt alphabetische Sortierung ankommt, sind diese Systeme nicht geeignet, weil sonst jedesmal andere Karten umsortiert werden müssen, wenn eine neue Karte in eine schon vorhandene Seite eingefügt werden soll. Außerdem muss man die Hefter selbst auch nach einem System organisieren.

Noch mehr Tipps zur Organisation von Visitenkarten

3. September 2012 von Werner Großhübner-Wels

Wenn ihr noch MEHR Hinweise zum Organisieren eurer Visitenkarten braucht, lest weiter!

Es kann wirklich nervig sein, den Überblick über alle Karten behalten zu wollen. Das ist nicht gerade der interessanteste oder spaßigste Post hier, das ist mir klar; aber wenn man erst einmal realisiert, dass jede Visitenkarte in dem Stapel auf dem Schreibtisch ein Kunde oder eine Quelle für Weiterempfehlungen sein KÖNNTE, ja dann nimmt man sich die Zeit das alles hinzubekommen.

-Schreibt das Datum auf die Rückseite der Karte und wo (Ort oder Veranstaltung) ihr sie bekommen habt.

-Wenn ihre viele Karten mit euch herumtragt und eine günstige, auch leicht wieder zu entsorgende Möglichkeit sucht, die unterzubringen, nutzt doch einfach die Hülle einer Audiokassette. Entfernt die Dorne im Inneren und Voilá! habt ihr sogar eine aufstellbare Halterung.

-Entwickelt ein System für den Umgang mit euren eigenen und den Visitenkarten, die ihr bekommt. Zum Beispiel könnt ihr ja eure eigenen Karten immer in der rechten und die Karten, die ihr von anderen bekommt. in eurer linken Tasche aufbewahren.

-Mehrere Networking-Veranstaltungen hintereinander? Wenn ihr nicht die Zeit habt, die gesammelten Karten sofort nach einer Networking-Veranstaltung wie einer Messe oder einem Seminar im einzelnen zu sortieren, könnt ihr trotzdem die Übersicht behalten. Steckt die gesammelten Karten direkt in einen Umschlag und beschriftet den mit Name, Tag und Ort der Veranstaltung.

-Haltet eure Kartei aktuell. Sucht euch einen Nachmittag raus und ruft die Leute auf den Karten an oder schickt ihnen eine kurze Nachricht. Markiert die letzte bearbeitete Karte mit einer Büroklammer, damit ihr wisst wo ihr aufgehört habt. Mit diesem Tipp habt ihr nicht nur die Möglichkeit, Kontaktdaten zu korrigieren oder neue hinzuzufügen, sondern er gibt euch auch einen weiteren Grund, frühere Kunden oder potentielle Interessenten zu kontaktieren.

-Kombiniert verschiedene Methoden. Es ist absolut akzeptabel Karten zu verschiedenen Zeiten auf verschiedene Weise zu organisieren oder auch auf verschiedene Weise zur selben Zeit. Einer meiner Kontakte hat mir erzählt, daß er aktuelle Visitenkarte, die mit einem gerade laufenden Projekt oder Auftrag zu tun haben in durchsichtigen Hüllen aufbewahrt, die er an seine Tür klebt. Wenn er nicht mehr direkt mit der Person oder Firma zu tun hat, wird die Karte in die permanente Ablage einsortiert.

-Nutzt Visitenkarten in Kombination mit Kalendern. Wenn ihr mit jemandem an einem bestimmten Tag zu einer bestimmten Zeit telefonieren sollt, schnappt euch seine oder ihre Karte aus der Kartei (für diesen Zweck ist es praktisch, mehr als ein Exemplar zu haben) und pinnt es an euren Terminplaner oder Tischkalender. Ihr könnt es während der ersten paar Sekunden des Telefonats noch einmal überfliegen und so eure Erinnerung auffrischen.

Noch besser an dieser Methode ist, falls ein Kollege den Anruf für euch annimmt, kann auch der- oder diejenige anhand der Karte schnell herausfinden, wer anruft, da die Information ja auf der Visitenkarte steht. Ihr könnt auch ein paar Notizen auf der Rückseite machen, um es den Kollegen zu erleichtern, herauszufinden, welche Information der Anrufer benötigt.